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Fuerstenherrschaft
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Staatlichkeit im modernen Sinn entwickelte sich im 16. Jahrhundert, die Herren der Territorien beanspruchten absolute Macht und zogen überall das Montanwesen zu ihrer Finanzierung heran. Die Nähe der Bergleute zur Macht brachte ihnen Privilegien aber mit der Zeit auch zunehmende Lasten. Neue Technik ersetzte vielfach qualifizierte - aber mühsame und langsame - Handarbeit, aus freien Knappen wurden im 17. Jahrhundert mehrheitlich abhängige Lohnarbeiter, die im 18. Jahrhundert zunehmend verarmten. Die Knappschaft nahm nun auch Züge einer Armenversorgung an; der Gesichtspunkt der Absicherung vor Not und Armut im Alter, bei Krankheit und als Unfallfolge wurde immer wichtiger. Die Fürsten und ihre Verwaltungen sahen die Notwendigkeit einer Abwehr von Notzuständen, sie gewährten Beihilfen und sorgten für auskömmliche Nahrungsmittelpreise. Verbesserungen der Löhne und des Lebensstandards ließen sie nicht zu. Vielfach entstanden Konflikte, in diesen konnten sich die Bergarbeiter Respekt verschaffen, indem die Abwehr von Not und Hunger, gewisse Standesrechte als freier Bergmann und eine Schutzpflicht seitens der Obrigkeit anerkannt wurden. Traditionspflege und Bergmannskultur gingen an Bergmannsvereine über, die Knappschaft wandelte sich zur Versicherung gegen Krankheit und Rentenkasse. Die Obrigkeit förderte den Steinkohlenbergbau und sorgte für die Bildung von hier zuvor unbekannten Knappschaften. |
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