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Begleiten Sie uns im Deutschen Bergbau- Museum (DBM) auf einen Rundgang durch 750 Jahre Arbeits- und Lebenswirklichkeit der Knappen und Bergarbeiter!

Der Bogen spannt sich vom Lederschuh eines Bergmanns aus der Zeit um 1000 n. Chr. bis zu einer Inszenierung zur gegenwärtigen Debatte um den „gläsernen Patienten“.

So zeigt das DBM z.B. die wichtigsten mittelalterlichen Urkunden zur Goslarer Bruderschaft der Bergleute ab 1260 und eine illustrierte Handschrift des Mineralienbuchs von Albertus Magnus (ca. 1200 – 1280). Silberne Pfennige belegen die Bedeutung des Bergbaus für das aufkommende Geldwesen und dokumentieren zusammen mit einer Sammelbüchse von 1546 die wöchentlich von jedem Bergmann in die Solidarkasse gezahlten „Büchsenpfennige“. Martin Luther, Symbolfigur der Reformation, bekämpfte die mittelalterlichen Bruderschaften, darunter die Knappschaften, deren Ablasspraxis eine Schmuckurkunde ebenso belegt wie die Ablasskiste des berühmt-berüchtigten Predigers Tetzel. Eine einmalige altarähnliche Andachtsecke aus einer Grube im Erzgebirge bezeugt die zeitgenössische Tilgung katholischer und ihren Ersatz durch protestantische Glaubenssymbole. Neue überkonfessionelle Knappschaften wurden begründet, um Bergleute und ihre Angehörigen bei Krankheit, Invalidität oder Unfalltod unterstützen zu können. Die Knappschaften waren erfindungsreich bei der Beschaffung von Geldmitteln, wie Schriftstücke über eine Lotterie und eine große Lostrommel des 18. Jahrhunderts bezeugen.

Ein großes Panorama über den Bergbau im Harz aus dem Jahre 1661 ist europaweit einmalig. Es zeigt in Hunderten von Details die Arbeitswelt der Erzbergwerke. Kostbare Pokale, gefertigt von berühmten Goldschmieden bezeugen das Selbstbewusstsein von Bergbautreibenden und Bergstädten, so die berühmte Goslarer Bergkanne von 1477; Schenkkannen und silberne Knappschaftsinsignien künden vom Stolz der Bergleute und ihrer Knappschaften in der frühen Neuzeit, kostbare Vortragekreuze der Barockzeit belegen ihre fortbestehende Religiosität.

Mit der Ausweitung des Steinkohlenbergbaus an der Ruhr führte die Obrigkeit auch hier die Knappschaft ein: Das DBM zeigt die Originaldokumente und u. A. bedeutende Vertreter des Bergbaus in Plastiken und Gemälden. Die Knappschaftsvereine schmückten ihre Treffen und Umzüge mit prächtigen Fahnen, und Insignien, die ihren Weg ins DBM fanden.



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Flyer zur Ausstellung PDF (1,3mb)