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Nationalsozialismus


Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erfasste 1933 eine beispiellose Terrorwelle das Deutsche Reich. Mitarbeiter der Knappschaft, die der Gewerkschaft, der sozialdemokratischen oder kommunistischen Partei angehörten oder jüdischen Glaubens waren, wurden aus Ihren Dienststellen entfernt. Die Nationalsozialisten versuchten die Knappschaft in ihre Ideologie einzubinden und schalteten sie nach dem Führerprinzip gleich. Mit der Berufung des überzeugten Nationalsozialisten Reinhard Jakob zum 1. Präsidenten der Reichsknappschaft 1939 sollte das Sozialrecht im nationalsozialistischen Sinne umgestaltet und neu ausgerichtet werden. Wegen der großen Bedeutung des Steinkohlenbergbaus für die Kriegswirtschaft wurden die Bergleute zu den "ersten Arbeitern des Staates" stilisiert und ideologisch mit den Soldaten an der Front gleichgestellt. Überlange Schichten, schärfere Maßnahmen der Knappschaftsärzte gegen sogenannte Simulanten und die schlechte Versorgungslage verschlechterten den Gesundheitszustand der Bergarbeiter mit zunehmender Kriegsdauer. Der Mangel an Arbeitskräften führte zum menschenverachtenden Einsatz von Zwangsarbeitern, die von den knappschaftlichen Leistungen ausgeschlossen blieben. Am Ende des Zweiten Weltkrieges lag das Knappschaftsgebäude in Bochum in Trümmern; die finanzielle Lage der Knappschaft war durch wertlose Staatsanleihen ruiniert.
Der 1939 ernannte Nationalsozialist Reinhard Jakob war bestrebt neue nationalsozialistisch geprägte Sozialpolitik einzuführen.
Kompass, 54, 1939, S. 97-98.

Zwei Bergmannsstatuen aus der Eingangshalle des Verwaltungsgebäudes der Knappschaft Bochum von 1910.
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Bochum

„Der deutsche Bergmann ist der erste Soldat der Arbeit“, 1941
Bochum, Deutsches Bergbau-Museum




Flyer zur Ausstellung PDF (1,3mb)