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Reformation


Harte Verfolgung Andersdenkender, Ämterkäuflichkeit, Ablasshandel, Prunksucht – es waren viele Faktoren, die, bis hin zu Vertretern der Kirche selbst, viele Menschen an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert in Opposition zur katholischen Kirche brachten. Martin Luther und z.B. der berühmt-berüchtigte Ablasshändler und Prediger Tetzel wurden zu Symbolfiguren des Reformationszeitalters. Überall in der Gesellschaft brachen Konflikte aus, so auch in vielen Bergbaurevieren; zahlreiche Bergleute schlossen sich der Reformation an. Diese bekämpfte die Bruderschaften, auch im Bergbau, wegen ihres Ablasshandels und allgemein als Repräsentanten einer überlebten Zeit. Zumeist wurden die alten Bruderschaften aufgelöst. Religiös unabhängige Knappschaften traten an ihre Stelle. Reformation und soziales Aufbegehren führten zu Kriegen und Schlachten. Neue Welten – und damit neue Bergbauregionen – wurden erschlossen. Wissenschaft und Großtechnik hielten Einzug im Bergbau, damit neue Risiken. Die „Bruderbüchsen“ als soziale Hilfskassen überdauerten den Umbruch. Aber das religiöse Element trat im Rahmen der Knappschaften zurück, die sich nun an sozialen und berufsständischen Zielen orientierte. Die Knappschaft wurde zunehmend von den Landesherren dominiert.
Buchdruckerpresse: Manufaktur I.H. Hüttemeier, Kopenhagen 1746.
Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Matthäus Merian, Stadtansicht von Goslar um 1640, Kupferstich.
Die zeltartigen Spitzen unterhalb des Schriftzuges „Berg Schachte“ deuten die spitzkegelförmigen Gebäude der Pferdegöpel an, mit denen die Schachtförderung bewerkstelligt wurde.
Deutsches Bergbau-Museum Bochum





Flyer zur Ausstellung PDF (1,3mb)